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Teichmolch (Lissotriton vulgaris)

Der Teichmolch ist ein Vertreter der Schwanzlurche, mit einem schmalen und stromlinienförmigen Körper. Weil er so klein und unauffällig gefärbt ist und vor allem nachts lebt, ist er in seinem natürlichen Lebensraum nur schwer zu sehen. Er ist eine weit verbreitete Art und passt sich leicht an die Bedingungen der Umgebung an. Er bevorzugt feuchte Wiesen und Torfmoore sowie trockenere Heiden und Wälder. Als synanthropes Tier hält er sich gerne in der Nähe von menschlichen Siedlungen auf. Anfang März erwacht er aus dem Winterschlaf, sobald die Temperatur auf mehr als 60°C steigt, und beginnt anschließend mit der Paarungszeit. Um dem Weibchen zu gefallen, nimmt das Männchen eine intensive Färbung an und führt einen komplizierten „Balztanz” auf. In seiner Wassertracht entwickelt es einen bis zu 10 mm hohen, gewellten Kamm, der über den ganzen Rücken bis zum Schwanzende verläuft. Das Weibchen legt einzeln ca. 200 Eier, die es in Blätter von Wasserpflanzen einwickelt, um sie vor Feinden zu schützen. Nach Beendigung der Paarungszeit gehen die Teichmolche an Land, auf dem sie sich sehr langsam fortbewegen. Sie sind nicht in der Lage, Angreifern zu entkommen. Ihre einzige Verteidigung sind dann ihre Giftdrüsen in der Haut, die bittere Sekrete mit stark fauligem Geruch ausscheiden. Die Teichmolche ernähren sich von Wirbellosen und kleinen Amphibien.

schwierige wörter

synanthrope Art – Tier- bzw. Pflanzenart, die sich an ein Leben in der unmittelbaren Nähe des Menschen angepasst hat