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lalaFoto: Tomasz Łukasiewicz

Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis)

Schildkröten erschienen auf der Erde vor etwa 200 Millionen Jahren. Ihre Langlebigkeit verdanken sie ihrem Panzer aus Hornschild, der sie vor Feinden schützt. Im Einzugsgebiet der Oder kommt die Europäische Sumpfschildkröte vor. Sie bevorzugt flache Gewässer mit dicht bewachsenen Ufern und schlammigem Boden. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt sie im Wasser. Sie kommt nur an Land, um ihre Eier zu legen oder sich in der Sonne aufzuwärmen. Sie atmet Luft mit Hilfe ihrer Lungen ein, darum kann sie höchstens eine Stunde unter Wasser bleiben. Sie hat einen gut ausgeprägten Geruchssinn und ein gutes Sehvermögen, dafür kann sie überhaupt nicht hören. In der freien Wildbahn ist sie nur schwer anzutreffen, da sie scheu ist und im Verborgenen lebt. Man erkennt sie an den gelben Flecken auf dem Panzer als auch auf der Haut. Ihre Opfer sind kleine, im Wasser lebende Tiere. Sie isst aber auch gerne Aas. Da sie keine Zähne hat, greift sie ihre Beute mit den Kiefern an und zerreißt sie mit ihren Krallen. Sie gehört zu den wechselwarmen Tieren, die überwintern, indem sie sich auf dem Grund des Gewässers im Schlamm eingraben. Da immer mehr Feuchtgebiete trocken gelegt und bewirtschaftet werden, verschwindet der natürliche Lebensraum der Sumpfschildkröte, und sie selbst ist vom Aussterben bedroht.

schwierige wörter

Einzugsgebiet - Fläche, aus der ein Fluss mit Wasser versorgt wird

wechselwarme Tiere – Tiere, bei denen die Körpertemperatur von der Umgebungstemperatur abhängig ist