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Der Kormoran (Phalacrocorax carbo)

Ein Vogel mit einem beinahe völlig schwarzem Gefieder mit einem metallischen Glanz. Während der Balzzeit sind der Kopf und die innere Seite der Hüfte weißlich (der lateinische Name Phalacrocorax bedeutet „Kahlrabe”). Kormorane trifft man an Flüssen und sonstigen Gewässern. Im Wasser schwimmend erinnert er mit seiner Statur an einen Haubentaucher, wobei er wesentlich größer als dieser ist. Während er schwimmt, bleibt sein Körper tief im Wasser eingetaucht, und der Kopf und der Hals werden weit in die Höhe gehoben. Der Kormoran ist eine in Gruppen lebende Vogelart, die das ganze Jahr über gemeinsam nach Nahrung suchen und sich erholen. Die Anwesenheit dieses Vogels in einem Gebiet erkennt man an Bäumen, die mit weißen Extrementen verunreinigt sind und die nach einigen Jahren infolge einer Bodenversäuerung sterben. Der Kormoran baut seine Nester auf Bäumen, und seine Küken sind Nesthocker. Seine Nahrung besteht fast ausschließlich aus Fischen, die er tauchend erbeutet. Nach jedem Tauchgang muss er sein Gefieder trocknen und nimmt dabei eine charakteristische Stellung an. Er steht mit ausgestreckten Flügeln und bewegt sie von Zeit zur Zeit fächerartig.

schwierige wörter

Nesthocker – Küken, die nach dem Auskriechen unbeholfen sind und der elterlichen Fürsorge bedürfen, weshalb sie eine längere Zeit im Nest verbringen.