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Die Barbe (Barbus barbus)

Die Barbe bewohnt mittlere Flussläufe und zieht Abschnitte mit starker Strömung und hartem Untergrund (steinig, kiesig) vor. Eines ihrer besonderen Merkmale ist der flache, langgestreckte, pfeilförmige Körper. Durch ein unterständiges Maul und eine rüsselartig verlängerte Schnauze ist sie für die Nahrungssuche am Gewässergrund im Fließgewässer vollkommen angepasst. Mit ihren fleischigen Lippen kann sie kleine Steine umdrehen und darunter nach Würmern, Krebsen und Insektenlarven suchen.

Der Rogen der Barbe gilt als giftig. Auf diese Weise werden die Eier vor dem Auffressen durch andere Tiere geschützt.

Infolge der verstärkten Verunreinigung der Flüsse vermindert sich die Anzahl von Standorten, an denen sich die Barbe richtig entwickeln kann, zumal junge Individuen sehr empfindlich auf die Senkung des Sauerstoffgehalts im Wasser reagieren.

schwierige wörter

Rogen – Eier der Fische (Eizellen der Fische).

Sauerstoffgehalt – Im Wasser gelöster Sauerstoff, der für das Funktionieren und Leben von Fischen notwendig ist. Das Sauerstoffdefizit kann zum Fischsterben, zur Verringerung der Fruchtbarkeit sowie Hemmung des Wachstums bei Fischen führen.